Anarchists Detained by Counter-Terrorist Police on Return from Swiss Conference


For the past week, thousands of anarchists from across Europe have been converging in St.Imier, Switzerland to celebrate the 140th anniversary of the founding of the Anarchist international. The gathering (8th-12th August 2012) took the form of a festival and educational, with music, films and entertainment as well as workshops and discussions.

On returning from the St Imier gathering, two anarchists, one a member of the UK Anarchist Federation, were detained for nearly two hours at Heathrow by SO15 (counter-terrorist) police. During the detention, the anarchists were told that their normal rights did not apply, and had their names, addresses, email addresses, DNA and fingerprints taken. The detained anarchists were also forced to sign forms – which may or may not be legal – waiving their rights to silence and a solicitor. Police also conducted a thorough search of personal possessions, photocopied literature and passports and took information from phones and cameras.

 

During the detention, the police constantly accused the anarchists of lying about involvement in criminal activity and alleged that they would be conducting follow-up police action against one of the detained anarchists. In addition to this, SO15 officers asked a number of inflammatory, irrelevant and offensive questions, including 'what would you do if someone raped your mother?' evidently in an attempt to cause emotional upset and illicit angry or violent responses. One member (28) who did not want to be named for fear of reprisals from the police, said "We were treated like criminals. I told them I went to the congress as I am an amateur journalist and I write articles about activism. They saw my note book, camera and Dictaphone but they said I was lying. One officer said 'You said you are an anarchist, I've seen anarchists on the news, they are violent, throw molotov cocktails and disrupt people's lives not write articles'".

The counter terrorist officers either didn't know or chose to ignore that, during the first day of the gathering, the International of Anarchist Federations (Of which the UK Anarchist Federation is a member) had issued a statement rejecting all terrorist tactics as a means of achieving an anarchist society.

In contrast to the actions of the UK security forces, the local press and residents in St. Imier reported very positively on the anarchist gathering.

With this incident, we are seeing a further slide towards political policing and the criminalisation of political ideologies. The two detained anarchists have not had any involvement in any illegal or violent activity, or any activity that would concern the counter-terrorist police. As in the past, when Metropolitan police called on people to give information about local anarchists ( Anarchists should be reported, advises Westminster anti-terror police | UK news | The Guardian ), anarchists suffered harassment for their political viewpoint.

As class-struggle anarchists, we believe that the state does little except serve the interests of the rich and powerful at the expense of ordinary people. This is seen clearly when people who hold views critical of the state are treated as criminals and terrorists. We seek to create a classless society, based on freedom, equality and co-operation. We believe in the capacity of ordinary people to run society themselves, without the interference of bosses or politicians. This incident was not in response to any crime and constitutes repression and criminalisation of a political ideology.

Editors Notes:

Anarchism is a political philosophy that seeks to build an egalitarian society in which mutual aid, co-operation and direct democracy replace capitalism and the state.

The St Imier Congress was a gathering of anarchists from all over the world to celebrate the 140th anniversary of the first international anarchist gathering in the Swiss town of St Imier in 1872.

The Anarchist Federation is a federation of class struggle anarchist-communists in the UK who seek to build an egalitarian society.

 


 

Deutsch Version

Englische anarchist innen nach rückkehr aus saint-imier in heathrow vorübergehend inhaftiert

während der letzen woche kamen tausende anarchist_innen aus europa in saint-Imier, schweiz, zusammen, um das 140. jubiläum der gründung der anarchistischen internationalen zu feiern. das treffen hatte die form eines festivals und einer bildungsveranstaltung mit musik, filmen, unterhaltung, ebenso mit workshops und diskussionen.

bei der rückkehr vom treffen in saint-imier wurden zwei anarchist_innen, einer von ihnen ist mitglied der anarchistischen föderation großbritannien, für nahezu zwei stunden am londoner flughafen heathrow vom so15 (terrorismusbekämpfung) in gewahrsam genommen. während der ingewahrsamnahme wurde den anarchist_innen gesagt, dass ihre normalen rechte keine gültigkeit hätten. ihre namen, adressen, emailadressen, dna und fingerabdrücke wurden genommen. die in gewahrsam genommenen anarchist_innen wurden auch gezwungen, verzichtserklärungen zu unterschreiben – legal oder nicht legal – betreffend ihr recht zu schweigen und ihr recht auf einen rechtsbeistand. die polizei führte auch eine gründliche durchsuchung des persönlichen besitzes durch, fotokopierte literatur und ausweise und entnahm informationen von telefonen und kameras.

während der ingewahrsamnahme beschuldigte die polizei ständig die anarchist_innen zu lügen in bezug auf ihre beteiligung an kriminellen aktivitäten und behauptete, dass sie weitere polizeiaktionen gegen eine_n der in gewahrsam genommenen anarchist_innen durchführen würden. zusätzlich stellten so15-offizier_innen eine reihe von provokanten, irrelevanten und beleidigenden fragen, einschließlich „was würden sie tun, wenn jemand ihre mutter vergewaltigen würde?". augenscheinlich taten sie dies, um einen gefühlsausbruch und strafbare, wütende oder gewalttätige antworten zu provozieren. ein mitglied (28), das aus angst vor polizeirepressionen nicht namentlich genannt werden möchte, sagte: „wir wurden wie kriminelle behandelt. ich sagte ihnen, dass ich zum kongress ging, weil ich amateurjournalist bin und artikel über aktivismus schreibe. sie sahen mein notebook, meine kamera und mein diktiergerät, aber sie sagten, ich würde lügen. ein_e offizier_in sagte: „sie sagten, dass sie ein_e anarchist_in seien. ich habe anarchist_innen in den nachrichten gesehen. sie sind gewalttätig, werfen molotovcocktails und stören den alltag der leute. sie schreiben keine artikel."

die terrorismusbekämpfungsoffizier_innen wussten nichts davon oder entschieden sich dazu es zu ignorieren, dass während des ersten tages des treffens, die internationale der anarchistischen föderationen (bei der die anarchistische förderation großbritannien mitglied ist) eine stellungnahme veröffentlicht hatten, die alle terroristischen taktiken, um eine anarchistische gesellschaft zu erreichen, ablehnt.

im gegensatz zu den britischen sicherheitskräften berichteten die lokale presse und die einwohner_innen von saint-imier sehr positiv über das anarchistische treffen.

mit diesem zwischenfall sehen wir einen weiteren ruck richtung politischer polizeiarbeit und der kriminalisierung politischer weltanschauungen. die zwei in gewahrsam genommenen anarchist_innen waren nie in irgendeine illegale oder gewalttätige aktion involviert oder in irgendeine aktion, die die terrorabwehr betreffen würde.

wie in der vergangenheit, als die londoner polizei die menschen dazu aufrief, informationen über örtliche anarchist_innen weiterzugeben ( „anarchist_innen sollten gemeldet werden, ermahnt die westminster antiterrorpolizei" | uk news | the guardian ), erlitten anarchist_innen schikane für ihre politische überzeugung.

als klassenkämpferische anarchist_innen glauben wir, dass der staat wenig tut, außer den interessen der reichen und mächtigen zu dienen auf kosten der normalen leute. dies tritt klar zu tage, wenn menschen, die kritische ansichten in bezug auf den staat vertreten, wie kriminelle und terrorist_innen behandelt werden. wir wollen eine klassenlose gesellschaft schaffen, die auf freiheit, gleichheit und kooperation basiert. wir glauben an die fähigkeit der normalen leute, die gesellschaft selbst zu verwalten ohne die einmischung durch bosse und politiker_innen. dieser zwischenfall war keine reaktion auf irgendein verbrechen. er zeigt die unterdrückung und kriminalisierung einer politischen überzeugung.

anmerkungen:

anarchsimus ist eine politische philisophie, die versucht eine gesellschaft der gleichen, in der gegenseitige hilfe, kooperation, und direkte demokratie den kapitalismus und den staat ablösen, zu errichten.

der kongress in saint-imier war ein treffen von anarchist_innen aus der ganzen welt, um das 140. jubiläum des ersten treffens der anarchistischen internationalen in der schweizer stadt saint-imier im jahr 1872 zu feiern.

die anarchistische föderation ist eine föderation von anarcho-kommunist_innen in großbritannien, die eine gesellschaft der gleichen errichten will.