News

Pizzeria Anarchia Vienna

Die Anfänge,

Die Pizzeria Anarchia ist ein Hausprojekt in der Mühlfeldgasse 12 in Wien, das seit Ende November 2011 besteht, und das nun akut räumungsbedroht ist. Die Eigentümer des Hauses, Avner Motaev und Nery Alaev von der Castella GmbH, boten anfangs eine zeitlich befristete, unentgeltliche Nutzung vorerst bis März, dann bis Juni 2012 an. Zwar sprachen sie von sozialer Motivation. Da sich in dem Haus aber noch mehrere Altmieter_innen befanden, war ihre eigentliche (und inzwischen vor Gericht zugegebene) Intention die angestammten Bewohner_innen zu vertreiben, bald offensichtlich. Denn diese waren mit rechtlichen Mitteln schwer herauszubekommen, und ließen sich auch nicht durch Einschüchterung und Sabotage am Haus zum Auszug bewegen.

Weiterlesen...

Der slowenische Aufstand : Wir machen keinen Unterschied – sie sind alle fällig!

Slowenien erlebt den heftigsten Aufstand seit zwei Jahrzehnten und den ersten überhaupt, der sich gegen das politische Establishment richtet, gegen den Sparkurs und in manchen Orten gegen den Kapitalismus an sich.

 Vstaja slovenija003-e1354825113126

Alles begann Mitte November mit einem Protest gegen den korrupten Bürgermeister von Maribor, der zweitgrößten Stadt in Slowenien (ca. 150.000 Einwohner*innen). Der ist mittlerweile zurückgetreten. Dabei fand ein Slogan Verbreitung, der nun zum Symbol der Proteste geworden ist: "Sie sind alle fällig."

Es handelt sich um dezentrale, antiautoritäre und nicht-hierarchische Proteste, die auch Leute umfassen, die nie zuvor auf die Straße gegangen waren. Proteste finden selbst in kleinen Dörfern statt. Wir sind gespannt wie es weitergeht!

Die Anarchistische Föderation in Slowenien (FAO – Federation of Anarchist Organizing), die Teil der IFA ist, hat uns Materialien zukommen lassen, die wir hiermit gerne veröffentlichen.

Weiterlesen...

Internationale Solidarität mit kubanischen Anarchist*innen!

In der Karibik gibt es eine lange libertäre Tradition. So auch auf Kuba: Bereits während der Kämpfe gegen die Sklaverei und für die Unabhängigkeit im frühen 19. Jh. gab es die ersten Erscheinungsformen libertärer Ideen.

Die Bewegung ist in Kuba mehr als 100 Jahre alt, auch wenn sie von Historiker*innen und Herausgeber*innen auf Geheiß der Kommunistischen Partei Kubas aus der offiziellen Geschichtsschreibung gestrichen wurde. 1959 wurden die anarchistischen Organisationen verboten, die zuvor mit den aufständischen Anhänger*innen Castros für die Revolution gekämpft hatten. Als Folge wurden viele Libertäre ermordet, ins Gefängnis geworfen oder ins Exil getrieben.

Heute kämpft die libertäre Bewegung Kubas dafür, dem Anarchismus wieder neues Leben einzuhauchen. Eine Gruppe junger Menschen, um den Taller Libertario Alfredo López, berichten über die aktuelle kubanische Realität sowie über die Geschichte und die Ideen der Bewegung.

In den Medien, die fest in der Hand des Regimes sind, gilt jede libertäre Perspektive als subversiv. Trotz dieses Umstands und trotz der Repression in Kuba wagen sich die Anarchist*innen aus dem Untergrund. Ihre Präsenz in den Straßen und den Stadtvierteln ist heute spürbar. Die kubanische Revolution erzeugte eine Menge Frustrationen und Enttäuschungen, speziell in den jungen Generationen. In Kuba gibt es heute ein starkes Verlangen nach Freiheit, Würde und der Möglichkeit, frei zu reden und zu handeln.

Weiterlesen...